Ausbildungs- und Jahresgruppe für die Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck im Schloss Oberbrunn vom Mai bis Oktober 2012


Es gibt in unserer Gesellschaft einen großen Bedarf nach intensiven Gruppenprozessen und Gemeinschaft, sei es im konkreten Zusammenleben, vermehrt entstehenden Wohnprojekten, in Firmen oder in den verschiedenen sozialen Netzwerken und Gruppierungen. Auch in den psychosomatischen und psychotherapeutischen Kliniken steht der gruppendynamische Prozess im Mittelpunkt, wird mit der heilenden Wirkung von authentischer Kommunikation in Gruppen gearbeitet.

Der übermäßige Konsum in unserer heutigen Gesellschaft tut dem Planeten und dem Menschen nicht gut. Es muss ein Umdenken erfolgen hin zu einer nachhaltigen Lebensweise besonders auch auf emotioneller Ebene. Ein Konsumverzicht reicht nicht aus, dazu gehört auch eine nachhaltige Erfüllung der Bedürfnisse, was wiederum viel mit der Verwirklichung von Gemeinschaft und intensiven bzw nährenden Gruppenerlebnissen zu tun hat.


Wirkliches Gemeinschaftsgefühl hat den Effekt, dass es den Menschen wegführt von der normalen Ellbogenmentalität hin zu wirklichem Mitgefühl, Respekt  und Offenheit. Man könnte es auch mit Nächstenliebe beschreiben (vielleicht war Jesus Christus der erste Entdecker des intensiven Gruppenprozesses und die urchristlichen Gemeinden die ersten wirklichen Gemeinschaften) - wenn das Wort nicht über die Jahrhunderte an Kraft verloren hätte.

Die Industrialisierung hat große soziale Veränderung herbeigeführt. Vor 200 Jahren lebten 90% auf dem Land, heutzutage ist es genau umgekehrt, fast alle Menschen leben in der Stadt. Die sozialen Strukturen, Dorfgemeinschaft, Großfamilie, Kleinfamilie, und Ehe lösen sich immer mehr auf. Das Ende der Entwicklung ist noch lange nicht erreicht, etwas Neues ist  nicht wirklich in Sicht, aber es könnte auf intensive Gemeinschaften hinauslaufen, also eine neue Ebene von wirklich auf einander Bezogen sein und auch Verbindlichkeit.

In Bezug auf Lebensgemeinschaften ist die große Frage, wie man die intensive Gruppenprozesse ins konkrete Zusammenleben integriert, wie man auch im Alltag ähnlich wie in einem Workshop ein tragendes Gefäß für einen intensiven Gruppenprozess schaffen kann. Es scheint nicht so einfach zu sein, eine ausreichende Verbindlichkeit zu schaffen, sodass regelmäßig Tiefe und ein energetischer Transformationsprozess stattfinden kann und gleichzeitig genügend Freiraum (und Alleinsein) für den Einzelnen zu gewährleisten. Die Zukunft von wirklicher Gemeinschaft liegt auch darin, dass eine Verbindung und Gleichwertigkeit zwischen Hierarchie/klare Verantwortungsbereiche (vertikal) und Entscheidungen auf der Basis von Einstimmigkeit/Konsens (horizontal) erreicht werden kann.

Termine: 8.-10.6., 6.-8.7., 31.8.-2.9., 5.-7.10., 7.-9.12.  


Lerninhalte: Ausbildung zum Begleiter für die Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck.: Theoretische Inhalte: 4 Schichten Persönlichkeitsmodell, die 4 Phasen der Gemeinschaftsbildung, gewaltfreie Kommunikation, Gefühlsmanagement, die Gesetze der Energietransformation, der Weg des Kriegers, die 7 Energiezentren des Menschen (Chakren), Grundlagen von betrieblichen/beruflichen Erfolg, Verbindung zwischen hierarchischer und Konsens Entscheidungsebenen, Hierarchie und Konsens im Beruf und Lebensgemeinschaften


Teilnehmer: max 10


Dauer: 6 Monate von Mai bis Oktober 2012,


Kosten: 500,- bis 1.000,- (Selbsteinschätzung) bei 4-5 Stunden Mitarbeit (Montag bis Freitag)


Zukunft: Es besteht die Möglichkeit, dass die Gruppe nach der Ausbildung als Gemeinschaft zusammen bleibt, ein Team bildet für die Verbreitung intensiver Gruppenprozesse und dem Aufbau bzw Betreuung von intensiven Gemeinschaften/Wohnprojekten. Die laufenden Kosten können für einen gewissen Zeitraum vorfinanziert werden.


Aufnahmekriterien: Voraussetzung ist die Teilnahme an einem gemeinschaftsbildenden Wochenenden,


Zeitliche Rahmen, Tagesablauf: Mitarbeit von 8.30 bis 13.00 (Mo-Fr) Instandhaltung Gebäude, Küche, Haus und Garten, (Mo-Do) 19.00-22.00 Gemeinschaftsbildung oder andere Gruppeprozesse und ein Wochenende pro Monat: praktischer/theoretischer Unterricht/gemeinsame Gruppenprozesse


Das Schloss Oberbrunn: ca. 1550 errichtet, 1968 zu einem Kinderheim umgebaut (mit Ausnahme der Barockkapelle innen keine Stilelemente mehr vorhanden), 42 Zimmer, ca 2.250 qm Wohn und Nutzfläche inkl. Nebengebäude, 7 Gemeinschafts-bzw. Seminarräume einschließlich Kapelle (Platz für ca 90 Personen), 12.000 qm Parkanlage, 3 Südterrassen mit Blick auf die Berge, fast alle Zimmer im Schloss nach Süden. Der Ort Oberbrunn liegt umgeben von Naturschutzgebieten abseits von befahrenen Straßen und hat ca 140 Einwohner. Die Entfernung zum nächsten Bahnhof Bad Endorf beträgt ca 10 km mit dem Fahrrad (durch das Naturschutzgebiet Eggstätter Seen), die Strecke Bad Endorf-München HBF hat eine Fahrzeit von 1 Std. (stündliche Verbindung).


Freizeit: ca. 10 Badeseen einschließlich Chiemsee in ca 5 km Entfernung, Segeln, Windsurfen, Kanu, Skifahren und Bergwandern (die Alpen sind ca 30 km entfernt)


Begleitung des Prozesses: Götz Brase und Team


Bücher und theoretische Inhalte:

M. Scott Peck: Gemeinschaftsbildung - der Weg zu authentischer Gemeinschaft, Eine neue Ethik für die Welt, Der wunderbare Weg

Jack Zimmermann/Gigi Coyle: Der große Rat (Council)

Carl Rogers: Encountergruppen, Das Erlebnis der menschlichen Begegnung

Samuel Widmer: Ins Herz der Dinge lauschen, Essenz schauen (Spiritualität beginnt im Becken), Short Cuts to enlightment, Der Sterbepunkt im Energiesystem, Der Weg des Kriegers

Michael Lukas-Möller: Die Wahrheit beginnt zu zweit

Richard Moss: Das zweite Wunder, Der schwarze Schmetterling

Jim Collins: Der Weg zu den Besten

Krishnamurti, Ken Wilber: Eros, Logos, Kosmos (Evolutionsgeschichte)


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