Rückmeldungen

 

Von einer Teilnehmerin der Herbst und Winterzeit
Intensives Gemeinschaftserleben – ein Traum in Bayern

 

In Gemeinschaft leben und arbeiten – ein Traum, der mich nicht mehr loslässt. Getragen von der glücklichen Möglichkeit mir eine Auszeit nehmen zu können, mache ich mich auf den Weg und folge dieser Vision in meinem Herzen.

 

Sie führt mich nach einigen Besuchen gemeinschaftlicher Projekte nach Bayern in den Chiemgau zum Schloss Oberbrunn. Hier treffe ich auf Menschen, die wie ich auf dem Weg sind. Raus aus den „alten Schuhen” auf der Suche hin nach mehr Sinnerfüllung im Tun, Verbundenheit im gemeinsamen Sein in achtsamer und friedvoller Atmosphäre und dem Teilen des Strebens nach innerem Wachstum.

 

Ich beginne meinen Tag mit Meditieren in der wunderschönen Kapelle, die direkt an das Schloss grenzt. Nach einem gemeinsamen Frühstück macht sich jede auf an die anstehenden Arbeiten. Diese sind sehr vielzählig und gehen von Instanthaltung, Waschen, Kochen, Putzen bis hin zu Bürotätigkeiten und Arbeiten im Außengelände und dem geplanten Garten. Je nach Vorlieben und Talente werden diese Arbeiten verteilt.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, welches überwiegend von Lebensmitteln aus der regionalen Biokiste gezaubert wird, ist Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause. Oft zieht mich die Sonne nach draußen, hin zu den vielen Waldwanderwegen und Seen. Bei warmen Wetter nehme ich eines der vielen verfügbaren Fahrräder und radel zum Chiemsee, welcher nur in ca. 8 km Entfernung liegt.

 

Am späten Nachmittag beginnt die Gruppenzeit. Diese besteht hauptsächlich aus dem Zusammensitzen im Kreis nach der Methode Gemeinschaftsbildung von Scott Peck (Wir-Prozess). Dabei geht es letzten Endes darum, dass ich über das Wesentliche rede, also dass was mich wirklich bewegt. Es geht auch darum, dass ich mich den Gefühlen stelle, ja sage auch zu den schwierigen Gefühle. Wenn ich im Kreis sitze, gibt es anders als im Leben keinerlei Möglichkeiten mich abzulenken. Dies ist nicht immer angenehm. Doch das Lernen des Fühlens und Annehmens von schwierigen Gefühlen birgt eine Heilung. Plötzlich entsteht eine Art magischer Gruppengeist und gibt mir das Gefühl, diesen Prozess nicht nur für mich allein zu durchlaufen sondern auch für alle anderen in der Gruppe. Es schwebt ein getragen sein, Frieden, Stille und Mitgefühl im Raum… mit Worten fast nicht zu beschreiben.

 

Nach der Abendbrotpause geht es in den gemeinsamen Abendausklang. Dieser ist gefüllt mit einer weiteren Runde des Zusammensitzens im Kreis oder je nach Bedürfnis Tanzen, Singen, Hören eines Hörbuches, Kuschelrunde etc. Eine jede kann sich mit ihren Ideen und Wünschen einbringen.

 

Das Wochenende steht zur freien Verfügung und ist je nach Bedürfnis auch als gruppenfreie Zeit zu nutzen.

Nähere Informationen unter www.schloss-oberbrunn.eu



Rückmeldungen Sommerzeit mit Leicht & Lebendig im Schloss Oberbrunn (31.08. – 04.09.2011)

 

 

- Leicht & Lebendig ist ein geeignetes Feld für respektvollen Umgang. In diesem Feld konnte ich schönem Zugang zu Männern und Frauen finden und habe das Gefühl zu wachsen. Es gab Raum für viel Sinnlichkeit, verschiedene Künste, Klang, Bewegung. Und deshalb komme ich auch immer wieder.

 

 

- Ich wünsche mir, dass Leicht & Lebendig öfter in Bayern angeboten wird. Ich bin voller Gedanken. Kann sie schlecht loslassen. Ich habe mir mehr Kontakt gewünscht, schaffte es aber nicht, weil ich viel mit meinen Ängsten gekämpft habe.

 

 

- Es war ein sehr, sehr vielseitiges und vielfältiges Programm - so wie die Gruppe. Ich habe mich wohl gefühlt und das wiedergefunden, was ich über Leicht & Lebendig gelesen habe. Ich hatte das Gefühl, schon viel länger da gewesen zu sein. Jetzt freue ich mich auf zuhause. Am beeindruckendsten war für mich der Zauberwald. Als ich Baum war, entstand eine sehr intensive Erdung, die noch lange nachwirkte. Was hat es mit Leicht & Lebendig zu tun, so fest dazustehen? Es hat gut getan. Ich habe auch hier einen Zwiespalt erlebt: jeder sagt: ich bin zu verkopft. Im Verhältnis dazu finde ich die Beiträge in unseren Rückmeldungsrunden sehr lang. Gleichwohl: Ich behalte diese Zeit in guter Erinnerung.

 

 

- Auch ich werde alles gut in Erinnerung erhalten. Leicht ist nicht nur leicht. Langsamkeit fällt mir schwer. Stille in einer Gruppe kannte ich bislang nicht. Schön finde ich, dass hier auch viele Ältere dabei sind/waren. Meine Frage nach Lebensgemeinschaft ist nicht kleiner geworden. Danke an alle.

 

 

- Ich hab mich im Tanz erlebt. Hier gab es viel tanzen – jede/r für sich. Letzte Woche bei einer anderen Veranstaltung gab es nur Kreis-Tänze. Ich wünsche mir beide Seiten. Schön fand ich, über Geschichten und gemeinsames Tönen Wege zur Seele zu finden. Die Begegnungen mit anderen Männern waren wesentlich für mich, um die gemeinsame Kraft zu spüren. Das hilft mir auch in den Begegnungen mit dem anderen Geschlecht.

 

 

- Durch die letzte Übung bin ich immer noch sehr nach innen gekehrt. Ich habe mir den Wunsch erfüllt, mal wieder Teilnehmerin drin zu sein. Und in einen Zeitablauf einzutauchen. Ich fand das Programm ausgewogen. Es gab ausreichend freie Zeit. Dadurch gab es gute Gelegenheiten für Gespräche auch außerhalb der Leicht & Lebendig Einheiten morgens und abends. Das fand ich gut. Die ganz langsamen und leichten Berührungsübungen waren neu für mich – und wunderschön.

 

 

- Ich bin erstaunt, wie entspannt ich war mit mir und anderen. Keine Angst vor dem Reden. Vorher hatte ich über Leicht & Lebendig gedacht, das ist ein „Remmi-Demmi-Klub“. Jetzt sehe ich wie schön das ist. Ich habe das Gefühl, ich könnte mit euch in Gemeinschaft leben. Die freie Zeit war gut.

 

 

- Ich bin ein Fetischist, der alles auf den Punkt bringen will. Das geht aber jetzt nicht. Es gibt so viel wichtiges und wesentliches zu sagen. Ich bin tief entspannt. „Dies ist der erste Moment vom Rest meines Lebens“. Dieser Spruch hilft mir, im Moment zu sein. Beim zeremoniellen stillen Frühstück tauchte bei mir Trauer auf. Hatte Angst, davon überschwemmt zu werden. Konnte es gut dosieren; normalerweise hätte ich diese Gefühle weggeplappert. Mein Wunsch ist, diese Art miteinander zu sein, ins Leben zu bringen. Ich hätte gern ein bisschen mehr Gemeinschaftsbildung hier gehabt. Eigentlich hatte ich Lust, im Leitungs-Team dabei zu sein, damit ich etwas geben kann. Aber ich habe gemerkt, dass ich auch als Teilnehmer viel geben kann.

 

- Das Programm empfand ich diesmal ernster als vor ein paar Monaten. Kann aber auch an meiner Situation liegen. Ich fühle mich gewaltig aufgerüttelt. Die Gemeinschaft finde ich sehr schön. Huberts Stimme finde ich so schön - wow.

 

- Du (Hubert) hast etwas sehr Schönes kreiert. Ich bin beeindruckt. Das Tönen vorhin war für mich ein großes Erlebnis. Es war der Ton der Erde. Ich hatte mir kein Bild gemacht, als ich/wir mit hierher kamen. Ich bin so überrascht und beeindruckt. Das ist ein Geschenke für mich. Es passt genau zu meinen Prozess. Ich bin dankbar. Danke an Hubert und an die Gruppe, wie sie sich eingebracht hat.

 

 

- Das Besondere für mich ist so viel Wohlwollen zu erleben. Ich habe so viele Fantasien, was an mir nicht passt, nicht stimmt. Es ist für mich außergewöhnlich, dass eine so große Gruppe stimmig mit sich wird. Ich glaube, es kommt von oben - und auch von und durch uns. Durch die unterschiedlichen Übungen habe ich von euch so viel gespürt, so viel von euch kennen gelernt (mehr als in Gesprächen). Ich fand die kleinen Berührungen so schön. Ich möchte mehr Geduld haben mit mir.

 

- Bin im Moment ganz berührt. Deshalb ist es schwierig zu reden. Vielleicht liegt das am Abschied. Vielleicht, weil ich bekommen habe, was ich mir gewünscht habe: Begegnung, Kontakte. Ich wünsche mir, dass ich das in Zukunft mehr in meinem Leben einladen kann. Hamburg ist leider so weit.

 

- Mir ist bewusst geworden, dass sich noch nicht so weit bin, wie ich dachte. Es war schön mit uns.

 

- Sehr schöne Tage, wunderschöne Umgebung, Haus, Gemeinschaft. Ich fahre gern heim. Ich habe so viele Elemente kennen gelernt. Für mich ist wichtig, was ich mitnehmen kann. Da habe ich einiges kennen gelernt: Das Frühstück in Stille zum Beispiel. Herzlichen Dank für das achtsame Leiten des Seminars, das so viel möglich gemacht hat.

 

- Es war eine runde Zeit. Rund vom Programm her. Schön, neue Erfahrungen zu machen. Der Platz und die Umgebung sind wundervoll. Es sind etliche Dinge, die ich im Alltag verwenden möchte. Danke an alle

 

 

- Ich bin überwältigt, was ich erlebt habe. Es war für mich schwierig, mit Menschen zu sein. Ich hatte anfangs Fluchttendenzen vor lautem Menschengeplappern. Ich hab zur richtigen Zeit die richtigen Gesprächspartner gefunden. Deshalb konnte ich bleiben und eintauchen. Ich spüre das Potenzial, das in Gemeinschaft liegt, in Begegnung. Ich bin voller Dankbarkeit zu jedem einzelnen.

 

- Ich habe große Achtung vor Hubert; es ist eine schiefe Therapie. Mir ist es schwer gefallen, anzunehmen wie ich bin. Ein guter Prozess, der hier stattfindet. Bei mir war ein extremes Hin und Her. Mal war ich wie gelähmt, dann wieder lebendig.

 

- Ich bin gekommen, ohne die Absicht bei Leicht & Lebendig mitzumachen. Hatte überlegt, dass mir das Teilnehmen helfen könnte, Kontakt mit anderen zu haben. Ich habe gemerkt, dass Ich beim Teilnehmen schnell in die Tiefe gekommen bin. Und ich bin geblieben. Für mich waren die stillen Elemente wesentlich für den Kontakt zu mir und anderen. Ich habe nur teilweise mitgemacht, um die Umgebung kennen zu lernen. Und wenn ich zurück kam, habe ich nie gefühlt, außen vor zu sein. Mir hat Huberts „mach wie Du denkst“ gut getan. Ich fühle mich reich beschenkt. Ich konnte meinen Wegen folgen und war trotzdem integriert. Danke für die achtsame Art. Das kuscheln auf Kommando ging bei mir nicht. Alte, schlechte Erfahrungen hielten mich ab.

 

- Ich merke zum ersten Mal in dieser Zeit hier, dass ich Angst habe zu reden. Vorher war ich voller Vertrauen. Vielleicht liegt es daran, dass die Beiträge in dieser Runde veröffentlicht werden. Das ist für mich, als hätte ich ein Mikrofon vor der Nase. Habe 1000 tolle Dinge die ich sagen will im Kopf. Wie kann ich sie rüber bringen? Ich habe meine große Bedürftigkeit bezüglich Körperlichkeit und Sinnlichkeit wahrgenommen und das ist gut. Das absichtslose Berühren war für mich ein Schlüssel, geben und nehmen zu können. Es machte Berührungen so einfach. Für mein Leben und meinen Seelenfrieden habe ich einiges bekommen. Ich konnte Ängste abbauen. Ich fühle große Dankbarkeit.

 

- Ich bin voll und voller Energie. Bin sehr bewegt und sehr, sehr dankbar, für das was ich hier erlebt habe.

 

- Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Gruppen ablaufen. Am Anfang Fremdheit. Und dann allmählich Leichtigkeit, bis hin zu Verbindung, Tiefe, Wärme. Ich spüre Sehnsüchte, bin weicher geworden, spüre Traurigkeit. Ich kann diese Teile von mir inzwischen besser akzeptieren. Alle haben ihre Päckchen, und alle müssen damit umgehen. Das Wohlwollen ist so wichtig. Die kleinen Gesten tun so gut. Das Aufhalten einer Tür, eine zarte Berührung. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Bin dankbar, dass Götz und Sabine ihr Schloss zur Verfügung gestellt haben. Bin dankbar für Kleinigkeiten, wie Kerzen und Blumen. Bin dankbar und traurig gleichzeitig.

 

- Zeitweise war es für mich ein Training, wie viel Glücksgefühle ich zulassen und aushalten kann. Für mich ist hier im Laufe der Zeit eine authentische Gemeinschaft entstanden. Ich finde, Hubert ist ein Künstler, wie japanischer Künstler mit viel Weiß (Leere) und einem sicheren (und manchmal eigenwilligen) Strich.

 

- Ich hab hier etwas Neues erlebt: nämlich gleichzeitig Teammitglied und Teilnehmerin zu sein. In mir ist viel Dankbarkeit.

 

- In der ersten Runde habe ich von Misstrauen gesprochen. Ich befürchtete, diese Veranstaltung sei sozusagen Hochglanz-Papier, wo alles nur schön ist. Ich bin dankbar, dass Hubert offen für das Misstrauen war. Ich merke, es ist o.k., Wehmut zu haben. Es gehört Mut dazu, etwas zu wagen. Meine Angst macht mich eng.

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